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Abgesehen von geringfügigen Rückschlägen, hat der Fremdenverkehr in Tirol seit den fünfziger Jahren einen andauernden, starken Aufschwung genommen. Dieses Wachstum wurde fast ausschliesslich von der Auslandsnachfrage getragen und führte im Laufe der Entwicklung dazu, dass sich der Fremdenverkehr ziemlich unabhängig von der österreichischen Binnenwirtschaft, aber in engem Konnex mit der internationalen Wirtschafts‐ und Konjunkturlage entwickelt hat. Man weiss zwar aus der Erfahrung früherer Jahre, dass der Wechselkurs, die Preise, wie die Wirtschaftsentwicklung der einezlnen Herkunftsländer überhaupt, für die touristische Nachfrage von Bedeutung sind. In welchen Zusammenhängen und wie stark sich diese Grössen direkt auf die Nächtigungsziffern auswirken, ist bisher nur vereinzelt untersucht worden. Die vorliegende Arbeit versucht in einem ökonometrischen Modellansatz, diese Zusammenhänge am Beispiel Tirols zahlenmässig zu messen. Nachfrageanalysen sind in den letzten Jahren hauptsächlich mittels Gästebefragungen durchgeführt worden. Änderungen des Nachfrageverhaltens im konjunkturellen Ablauf sind damit aber kaum in den Griff zu bekommen, da sie zumeist nur ganz konkrete und im Zeitablauf einmalige Situationen wiedergeben. Diese Studie greift auf die offiziellen Fremdenverkehrsstatistiken zurück, die sowohl räumlich wie zeitlich weitere Möglichkeiten der Analyse bieten.

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